Klingerbrücke

Klingerbrücke
Zentrum-West

Käthe-Kollwitz-Straße
04109 Leipzig

Lage:
Brücke über das Elsterflutbecken

Kurzcharakteristik:
Straßenbrücke mit Brüstungen und Pfeilern mit Beleuchtungskörpern

Datierung:
1928

Nutzung (ursprünglich)/Industriezweig/Branche:
Straßenbrücke mit Straßenbahnverkehr, verbindet zusammen mit der Plagwitzer Brücke (über die Elster) die Stadtteile Zentrum West mit Plagwitz. Überbrückt das Elsterflutbecken, das als eine der bedeutenden Hochwasserschutzanlagen des Wassergebietes Leipzig und als Teil des Leipziger Gewässerknotens gilt.

Bau- und Firmengeschichte:
Im Zuge des Baues des Elsterbeckens, in das das Elsterflutbecken mündet, wurden mehrere Brücken zur Verbindung des Zentrums mit den westlichen Stadtteilen gebaut.
Benannt ist die Brücke nach dem Bildhauer, Maler und Graphiker Max Klinger (1857-1920), wie auch der benachbarte Klingerhain.
Bauherr: Stadt Leipzig
Architekt: Georg Wünschmann (1868 -1937);
Die Klingerbrücke war eines seiner letzen Werke, bevor er sich 1930 aus dem aktiven Berufsleben zurückzog.

Charakterisierung:
In dem Bauwerk kann man Elemente der „Neuen Sachlichkeit“ oder des „Neuen Bauens“ finden insbesondere in den kubischen Säulen für die Beleuchtungselemente, die ausschließlich funktionell und schlicht gehalten sind. Die auf zwei Lagerstützen und zwei Strompfeilern aufgesetzte Betonkonstruktion trägt zwei Fahrbahnen und Straßenbahngleise. Die Seiten bilden gleichzeitig die Brüstung, welche mit Beton- und Natursteinen abgedeckt ist.
Einziger karger Schmuck sind vier größere und vier kleinere, dreieckige aus Natursteinen gemauerte „Stelen“, die metallene, verglaste Gitter tragen. Hierin befinden sich Beleuchtungskörper, die nachts ein schwaches gelbes Licht verbreiten. Die größeren Pfeiler tragen zur Straße hin mannshohe Öffnungen, deren Aufgabe wohl eher gestalterischer als zweckmäßiger Natur sind.

Quellen und Literatur:
http://www.leipzig-lexikon.de/FLUSSSEE/ELSTER.HTM
http://de.wikipedia.org/wiki/Elsterflutbett“

Autor/in:
Hartmut Bräuninger

Fotos:
Michael Hartwich, September 2016