Trafostation

Kulturdenkmal: Obj.-Dok.-Nr. 09291975 in der Liste der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen

Eigentümer: Transformatorenstation des Gemeindeverbandes für das Elektrizitätswerk Leipzig-Land (GELL) mit Sitz in Oetzsch, heute Stadtwerke Leipzig GmbH

Adresse: 04179 Leipzig, Blüthnerstr., Ecke Laurentiusstr./ Rathenaustr.

Stadtteil: Leutzsch

Industriezweig: Energieversorgung

Kurzcharakteristik: Baukörper einer ehemaligen Transformatorenstation im Zeitgeschmack der Belle Époque, Putzfassade mit Schieferdach und Kupferhaube, die elektrotechnische Ausrüstung ist komplett demontiert.

Datierung:

  • Bauzeit 1910
  • Inbetriebnahme am 15. Mai 1911
  • Baukörper saniert 1911

Heutige Nutzung: Kleinstes Museum der Stadt Leipzig, gestaltet und betreut vom BürgerVerein Leutzsch e.V.

Baugeschichte: Für den Aufbau einer öffentlichen Stromversorgung trat die Gemeinde Leutzsch 1909 dem Gemeindeverband für das Elektrizitätswerk Leipzig-Land (GELL) mit Sitz in Oetzsch, heute zu Markkleeberg gehörend, bei.
Der GELL musste, da er kein eigenes Kraftwerk besaß, die Elektroenergie von den „Landkraftwerken Kulkwitz AG“ mit einer Spannung von 10kV beziehen. Zur Stromversorgung Leutzschs wurden 1910 ein 10-kV-Mittelspannungsnetz und ein 3×220-V-Niederspannungsnetz gebaut. Anfangs waren nur drei Transformatorenstationen zur Ortsversorgung vorgesehen.
Eine davon, die Trafostation Blüthnerstraße, wurde für das bis dahin noch wenig entwickelte, aber attraktive Wohngebiet Pfingstweide notwendig. Für die Planung des Baukörpers zeichnete der Leiter des Leutzscher Bauamtes, Ortsbauinspektor Baumeister Otto Paul Rudert (1873-1928) und der Bauamtsassessor Baumeister Max Karl Hüller (1885-1955) verantwortlich. Obwohl man auf Grund der Bauweise annehmen könnte, dass es eine Freileitungs-Turmstation ist, handelt es sich hier jedoch um eine reine Kabelnetzstation. Die üblichen Freileitungs-Turmstationen waren dem Ortsbauinspektor zu funktional und nicht formschön genug. Er hatte schon bei seinem Entwurf für das Leutzscher Rathaus gezeigt, zu welcher schönen Formensprache er fähig ist. Die Station war bis 1965 in Betrieb.

Quellen/Literatur/Links:

Autor: Günter Sonne, Markkleeberg

Datum: 26.08.2019

Abbildungen: Günter Sonne




LVB-Kraftwerk

Titel des Objekts: LVB-Kraftwerk (GLSt-Kraftwerk Floßplatz)

Adresse: Floßplatz 3-4, 04107 Leipzig

Stadtteil: Zentrum-Süd

Industriezweig/Branche/Kategorie: Bahnstromversorgung

Kurzcharakteristik: Am Floßplatz befand sich ein Kraftwerk, um die Straßenbahnen im Zentrum und im Süden der Stadt mit Strom zu versorgen. Heute ist sie unter anderem eine Spielstätte des Schauspiel Leipzig.

Datierung: zwischen 1895 und 1897

Objektgröße: ca. 2500 m²

Ursprüngliche Nutzung: Kesselhaus

Heutige Nutzung: Spielstätte des Schauspiel Leipzig

Bau- und Firmengeschichte: Zwischen 1895 und 1897 wurde am Floßplatz ein Kraftwerk für die Große Leipziger Straßenbahn (GLSt) errichtet, um die Straßenbahnen mit Strom zu versorgen, die im Umfeld fuhren. Im Betrieb waren vier Compo- und Dampfmaschinen mit direkt gekuppelten Gleichstrommotoren im Einsatz. Zwei 750 PS-Dampfmaschinen kamen von der Sächsischen Maschinenfabrik zu Chemnitz und zwei 300 PS-Maschinen von der Leipziger Dampfmaschinen- und Motorfabrik (vorher Philipp Swiderski). Im Kesselhaus befanden sich fünf Wasserröhrenkessel. Zum verbrennen wurde Meuselwitzer Brennkohle verwendet. 1905 wurde eine Lentz-Verbunddampfmaschine mit 800 PS und einem gekoppelten Gleichstromgenerator mit 550 Volt eingebaut. Das Kühlwasser wurde vom Rohrbrunnen und dem nah liegenden Pleißemühlgraben benutzt.
Im Jahr 1913 beschloss die GLSt, das Kraftwerk in ein Umformerwerk mit Motorgeneratoren umzubauen. Jedoch verzögerte sich der Umbau durch den Ersten Weltkrieg bis März 1916. Im Februar 1919 versorgte das GLSt-Unterwerk nicht nur die eigenen Straßenbahnen, sondern auch jene der Leipziger Elektrischen Straßenbahn (LESt), die als Konkurrenz galt, da ihr Kraftwerk in der Brüderstraße geschlossen wurde. 1917 erfolgte die Fusion beider Unternehmen. Zum Kollaps kam es dann 1924 und in den folgenden Jahren. Größere Motoren mussten her, die aber nicht immer funktionieren.
Später wurde das Unterwerk Roßplatz (1987 bis 1996 Bowlingtreff, seitdem Leerstand) eröffnet und übernahm die Leistungen für den Straßenbahnverkehr. Das Kraftwerk Floßplatz war bis 1947 in Betrieb. Danach erfuhr es verschiedene Nutzungen. Heute befinden sich hier unter anderem eine Spielstätte des Schauspiel Leipzig und ein großes Anwaltskanzleibüro.

Objektbeschreibung: Das ehemalige Kesselhaus und Kraftwerk am Floßplatz ist ein Klinkerbau. Dazu gehört ein Schornstein, der vor einigen Jahren jedoch von seiner ursprünglichen Größe von 55 Metern reduziert wurde. Um das Gebäude befinden sich Freiflächen. Einbezogen ist der ehemalige Industriebau in ein Wohngebiet und der Grünanlage Floßplatz. Unweit verkehren die Straßenbahnlinien 10 und 11, die ihren Bahnstrom heute aber von woanders erhalten.

Quellen/Literatur/Links:
Buch „Vom Zweispänner zur Stadtbahn“, 1996

Autor/in: Dave Tarassow

Datum: 22.02.2018

Abbildungen: Dave Tarassow, 22.02.2018




Heizkraftwerk Süd

Heizkraftwerk Leipzig-Süd /Stadtwerke Leipzig GmbH (ehem. Südwerk der Leipziger Electrizitätswerke AG)

Adresse: 04279 Leipzig, Bornaische Str. 120
Stadtteil: Lößnig-Dölitz
Industriezweig/Branche/Kategorie: Energieversorgung/Kraft- und Heizwerke
Kurzcharakteristik: ehemaliges Elektrizitätswerk auf Braunkohlenbasis
Datierung:
1908 bis 1910/1926/1943: Neu-und Ausbau
1945: Reparationsleistungen
1963: Brand-Havarie
1994: Neubau HWE
1996: Stilllegung der Anlagen

Objektgröße: ca.30.000 m² (grobe Schätzung)

Ursprüngliche Nutzung: Kraftwerk /Strom- und Fernwärmeerzeugung (Stilllegung 1996)

Heutige Nutzung:
Anlage zur Einspeisung der vom KW Lippendorf erzeugten Fernwärme über eine 15 km lange, unterirdisch verlegte Rohrleitung. Bereitstellung der Fernwärme für das Stadtgebiet Leipzig.
Ausbildungszentrum der Stadtwerke sowie der LVV
Umspannwerk 110 KV
Fremdvermietung von Büro-/Lagerräumen

Bau- und Firmengeschichte:
Nach 1900 herrschte eine enorme Aufbruchsstimmung in der Messestadt Leipzig. Die Wirtschaft boomte, die Bevölkerung wuchs rasant und es wurden in kurzer Zeit eine große Anzahl von Betrieben, Verwaltungen und Wohnungen errichtet. Dazu zählten zum Beispiel der Hauptbahnhof, der Schlachthof, diverse Krankenhäuser, die Universität und verscheidnene Kasernen. Eine grobe Zählung ergab 1907, dass in Leipzig 16.426 Handelsbetriebe mit ca. 50.000 Beschäftigten, 22.000 Industriebetriebe mit 150.000 Beschäftigten und eine Vielzahl von Verwaltungen mit 1.890 Beschäftigten ansässig waren. Von den Industriebetrieben nutzten bereits ca. 2.600 die Elektroenergie, Tendenz weiter steigend. Die Kapazität des Nordwerkes, von dem ein großer Teil der Betriebe versorgt wurde, hatte damit fast die Leistungs- bzw. Liefergrenze erreicht.
Neben dem Städtischen Nordwerk (heute: GuD – HKW Nord) gab es in Leipzig um 1905 zur Stromerzeugung noch eine Vielzahl von kleineren, dezentralen Erzeugereinheiten, die in Industriebetrieben aller Art standen. Die Erzeugerleistung reichte jedoch meist nicht aus, um den gewünschten bzw. erforderlichen Strombedarf der Firmen zu decken.
Um Versorgungsengpässe zu vermeiden und die Entwicklung der Wirtschaft nicht zu behindern, war der Neubau eines zweiten Elektrizitätswerkes dringend geboten. Die Entscheidung hierfür erfolgte Anfang 1906. Im Februar 1908 erteilten dann die Stadtverordneten ihre Zustimmung zum Bau des neuen Werkes auf dem Gelände einer ehem. Ziegelei im Süden der Stadt. Für die Wahl des Standortes spielten die in der Nähe verlaufende Mühlpleiße (Wasser), die Bahnlinie Leipzig-Altenburg (Transport) sowie der Dölitzer Schacht (Braunkohle) eine wichtige Rolle. Vorgegeben wurden, neben der Kraftwerksleistung, die Größe von Kesselhaus und Maschinenhalle sowie ein 75 Meter hoher Schornstein. Des Weiteren die Außenfassaden, die in einem gelben Ziegelrohbau, unterbrochen durch Sandsteigesimse und belebt durch eingefügte, farbig glasierte Steine auszuführen waren. Für technische Büros, Zählerwerkstätten und Eichräume wurden zwei Gebäude im Landhausstil an der Mühlpleiße errichtet.
Im August 1908 begangen die Bauarbeiten. Die Inbetriebnahme des neuen Südwerks und damit verbunden, die längerfristige Sicherstellung der Stromversorgung für Industrie und Bevölkerung (ca. 430.000 EW) der Stadt Leipzig, erfolgte im April 1910.
Bereits im Januar 1925 wurde eine erste Erweiterung des Maschinenparks im Südwerk notwendig. Dazu wurde u.a. ein17 MW Turbogenerator montiert. Dem folgte1927 ein zweiter im Verbund mit einer 3 MW Vorschaltturbine. 1937erhält das Südwerk mit einer 22 MW-Ljungströmmaschine die derzeit modernste Anlage zur Stromerzeugung. Im Jahr 1943 kommt ein neuer Kessel mit dem dazugehörigen Schornstein hinzu.
Nach dem 2. Weltkrieg ordnet die Sowjetische Militäradministration eine weitgehende Demontage der Kraftwerksanlagen als Reparationsleistung an.
Am 21. April 1963 kommt es im Maschinenhaus des Südwerkes ,auf Grund von Wartugsfehlern ,zu einem Großbrand, der den Totalausfall des Werkes nach sich zieht. Der Wiederaufbau wurde, in Bezug auf technische Ausrüstung und bauliche Hülle, wo es möglich war, den damaligen Stand der Technik angepasst. Bedingt durch den Einsatz von Rohbraunkohle zur Energieerzeugung und dem Fehlen leistungsstarker Filteranlagenwurden die Grenzwerte zum Umweltschutz in der Regel nicht immer eingehalten.
Im Jahr 1994 wird als letzte Großinvestition ein Erdgas befeuerter Dampferzeuger errichtet (Südseite Maschinenhalle). Er wurde allerdings nie in Betrieb genommen. Später wurde das Werk zurückgebaut und der Standort als Stätte der Energieerzeugung abgemeldet.

Objektbeschreibung:
Das ausgewählte Baugrundstück, fast idyllisch an der Bornaischen Straße 120 gelegen, war als Kraftwerksstandort ideal. Dazu zählte die Untertage-Braunkohlengrube (Schacht Dölitz), die nahe Mühlpleiße zur Entnahme des Kondensationswassers, der Eisenbahnanschluss (Strecke Leipzig-Altenburg) zur Anlieferung der Kohle und der Ascheabfuhr. Alle zur Stromerzeugung notwendigen Anlagen und Gebäude wurden auf dem Gelände im Stil des damals modernen Industriebaus errichtet. Dazu zählten u.a. die Strom-Umspannlagen, Kesselhaus, Maschinenhalle und der Kohlelagerplatz. Dieser wurde im Zeitraum von der Inbetriebnahme 1910 bis Mitte März 1925 z.T. mit Pferdegespannen von der Braunkohle-Untertagegrube an der Friederiken Straße beliefert. Um billiger zu transportieren wurde später die Kohleanfuhr aus der Untertagegrube Dölitz über eine Strecke von ca. 1.000 Metern, mittels einer von der Leipziger Firma Bleichert erichteten offenen Drahtseilbahn, realisiert. Auf der Rückfahrt wurde die Kraftwerksasche mittels der am Seil aufgehängten offenen Loren zum Schacht Dölitz transportiert. Die gesamte Seilbahn wurde nach einer relativ kurzen Betriebszeit, insbesondere aber auf Grund von Klagen der Bevölkerung, z. B. über Staubbelastung im Bereich der der Drahtseile, wieder stillgelegt und später abgerissen.
Die Anlieferung der Rohbraunkohle, deren Lagerung und Bereitstellung an den Kesseln, wurde völlig neu gestaltet. Über eine Bandbrücke, die über der Eisenbahntrasse angeordnet war, wurden Kesselhaus und Lagerplatz miteinander verbunden. Die Entladung der Kohlewaggons erfolgte im Freien, der Regel mit Spezialwaggons der Reichsbahn. In den Wintermonaten war oft ein hoher Aufwand an Menschen und Material notwendig, um die oft nasse und angefrorene Kohle aus den Waggons zu bekommen.

Quellen/Literatur/Links:
– 100 Jahre Strom für Leipzig, Stadtwerke Leipzig, 1995
– Leipziger Dampfnetz, Festschrift 1999, Stadtwerke Leipzig
– eigene Aufzeichnungen

Autor: Peter Rosenbusch

Datum: 25.11.2015

Abbildungen: Peter Rosenbusch
– Bild 1: Werkseinfahrt Bornaische Str. 120 (08/2014)
– Bild 2: Maschinenhalle Südseite (1963)
– Bild 3: HKW-Block (12/2014)
– Bild 4: Förderturm Leipzig-Dölitz (08/2014)




Gaswerk 2

Titel des Objekts: Gaswerk 2, Leipzig-Connewitz /Gaskokerei „Max Reimann“/ Heizwerk Süd-Ost

Adresse: Stadtwerke Leipzig GmbH, Arno-Nitzsche-Str. 35, 04275 Leipzig

Stadtteil: Leipzig -Connewitz

Industriezweig/Branche/Kategorie: Energiewirtschaft/Gas-und Heizwerke

Kurzcharakteristik:
Im Auftrag der Stadt Leipzig wurde im Zeitraum von 1882 bis 1890, an der heutigen Richard-Lehmann-Straße, im Stadtteil Connewitz, ein neues Gaswerk (Gaswerk 2) errichtet. Es verkörperte bei seiner Inbetriebnahme 1885 (1. Baustufe) den damaligen wissenschaftlich- technischen Höchststand der Gaserzeugung mittels Steinkohle in Deutschland. Dieses Gaswerk 2 wurde zum Zweck der Ablösung der Vorort-Gaswerke bis 1929 zum Zentralgaswerk für Leipzig ausgebaut. Die Zeit des zweiten Weltkrieges hat das Gaswerk relativ unbeschadet überstanden, so dass ab 1946 die Gaserzeugung wieder aufgenommen werden konnte. 1977 wurde die Gaserzeugung aus technisch-technologischen Gründen eingestellt und die Anlagen abgerissen. Geblieben sind aus dieser Zeit u.a. zwei Gasometer als weithin sichtbare Baudenkmale und Zeugen der Leipziger Industriearchitektur (siehe hierzu auch Katalogseite Gasometer II/Panometer) sowie einige Werkstätten, Büro- und Lagergebäude, die einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Geblieben ist auch der, in einer Phase der Zwischennutzung des Betriebsgeländes von 1987 bis 1996, für ein mit Rohbraunkole betriebenes Heizwerk errichtete ca. 160 m hohe Betonschornstein (z.Zt. Nutzung als Antennenanlage). Die gesamten Anlagen und Gebäude sind heute wieder Eigentum der Stadtwerke Leipzig GmbH.

Datierung: 1882/1890/1929 sowie 1977 und 1987

Objektgröße: 25.000 m² (grobe Schätzung)

Ursprüngliche Nutzung:
Das Gaswerk 2, später „Gaskokerei Max Reimann“ war über Jahrzehnte einer der dominanten Industriebetriebe im Süden von Leipzig. Weithin sichtbar waren die vier Gasometer, diverse Schornsteine sowie ein Teil der vorwiegend in Freiluftbauweise errichteten Anlagen für die Gasproduktion. Dazu gehörten z.B. die Gasreinigung , die Anschlussbahn , Koks-und Kohlelagerplatz sowie die technologisch bedingten Prozesse der Erzeugung von Stadtgas und Steinkohle-Koks ( mit dem Ablöschen des Kokses im sog. Löschturm ). Bedingt durch diese Anlagenkonfiguration und ein teilweises „Fahren auf Verschleiß“, waren Auswirkungen auf die Umwelt- und die Arbeitsbedingungen ein permanentes Problem. Mit Aufnahme der kompletten Gasversorgung für die Region Leipzig durch Ferngas (z.B. aus dem VEB „Gaskombinat Schwarze Pumpe“) wurde nach 92 Jahren Betriebsdauer die Produktion 1977 eingestellt. Nach großflächigen Abrissarbeiten der zur Gasproduktion, Gasspeicherung (Gasometer III und IV) und Gasverteilung benötigten technischen Anlagen sowie von Lager- und Verwaltungsgebäuden, wurde nach 1977 begonnen, schrittweise einen zentralen Werkstättenkomplex für den VEB Energiekombinat Leipzig auf dem Gelände zu errichten.

Heutige Nutzung:
Ab Anfang der 1980- ziger Jahre erfolgte, zur Stabilisierung der Wärmeversorgung der Stadt Leipzig, die Planung , Errichtung und Inbetriebsetzung (1987) eines, für damalige DDR-Verhältnisse modernen, auf Braunkohlebasis betriebenen Heizwerkes. Auf dem riesigen Gelände entstanden u.a. sechs Dampferzeuger, neue Gleisanlagen mit Waggonkippeinrichtung ,Verteilungs und Förderanlagen für Braunkohle und Asche. Erstmalig wurde hier in der DDR zur Rauchgasentschwefelung (Umweltschutz) das sog. Kalksteinadditiv-Verfahren eingesetzt. Im Zuge der Neuausrichtung der Städtischen Energiepolitik erfolgte ab 1996 die Stilllegung der Anlagen.
Zusammen mit den aus Gaskokerei-, Werkstätten- und Heizwerksbetrieb nicht mehr benötigten Gebäuden und Anlagen sowie der Errichtung von neuen Verwaltungs- und Lagergebäuden wurde ab 1997 begonnen, auf dem Gelände wichtige Betriebsabteilungen der Stadtwerke zu zentralisieren. Dazu gehört auch die von außen sichtbare Speicheranlage für die Fernwärmeversorgung (neun,ca.30 m hohe, aufrecht stehende Behälter) sowie ein mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnetes drei- geschossigesVerwaltungsgebäude (Projektant: HPP- BüroLeipzig).

Bau- und Firmengeschichte:
Ausgehend von der IndustriellenEntwicklung der Stadt Leipzig Mitte des 19. Jh. und ihrer Bedeutung als wichtigste deutsche Messestadt, war es zwingend erforderlich Industrie und Bevölkerung mit dem relativ neuen Medium „Leuchtgas“ ausreichend zu versorgen (z.B. zur Stadtbeleuchtung). Die um 1838 errichtete, in den Folgejahren mehrfach erweiterte Gasanstalt an der Eutritzscher Straße (Gaswerk 1) konnte diesen Bedarf nicht mehr abdecken. Zur Lösung des Problems kam nur der Neubau eines leistungsfähigen Gaswerkes in Frage. Als Standort wurde ein Gelände in Leipzig-Connewitz, an der heutigen Richard-Lehmann-Str. ausgewählt. Die Bauplanung und Ausführung lag in den Händen des Gasfachmannes und Ingenieurs Georg Wunder. Dieser setzte in Zusammenarbeit mit dem damaligen Stadtbaudirektor Hugo Licht den Anspruch der Auftraggeber, Technische Anlagen (z.B.die Gasometer) mit einer architektonisch und ästhetisch anspruchsvollen Verkleidung zu versehen. Die Gasometer bildeten ein Kernstück der zu Gaserzeugung und Gasspeicherung notwendigen Anlagen. Das Gaswerk 2 wurde bis zu seiner Stilllegung 1977, abgesehen von der Errichtung einiger Ergänzungsbauten bzw. technologisch notwendige Anpassungen an den aktuellen Stand der Technik, im Kern unverändert betrieben. Mit der Stilllegung des Gaswerkes/Gaskokerei ging eine für die Energieversorgung der Stadt Leipzig wichtige Phase zu Ende. Die Zwischenstufe mit dem Betrieb eines Heizwerkes auf diesem Gelände hat im Prinzip keine bleibenden Spuren hinterlassen (1987 – 1996). Für die von der Gaskokerei sowie dem Heizwerk     beanspruchten Flächen wurde eine umfangreiche Altlastensanierung durchgeführt.

Objektbeschreibung:
Unter der Bezeichnung „Gasanstalt“ verstand man früher eine Anlage zur Erzeugung von Leuchtgas/Stadtgas aus Steinkohle. Später und mit den größer werdenden Anlagen wurde daraus Gaswerk bzw. Gaskokerei.
In diesen liefen die technologischen Prozesse der Erzeugung von Stadtgas ab. Die Abnahme des in dem Prozess erzeugten Stadtgases durch eine Vielzahl von Verbrauchern war eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb der Gasanstalt . Dazu war es erforderlich, die Anlagen so auszuführen , das eine zeitnahe Anpassung der Erzeugungsmenge an den schwankenden Bedarf möglich ist. Erreicht wurde diese Zielstellung um 1880 mit dem Bau der sog. Gasometer. Diese konnten das erzeugte Gas in großen Mengen vorhalten und nach Bedarf abgeben. Die Speicherung des Gases erfolgte in den, im inneren der Gasometer teleskopartig angeordneten Behältern. Für das Gaswerk 2 wurden vier Gasometer errichtet, davon 3 mit Ziegelmauerwerk. Die Außenfassade der kreisförmigen Gebäude wurde mit gelben Klinkern verkleidet, die im Fenster- und Gesimsbereich sowie im Erdgeschoß mit roten Klinkerziegeln farblich abgesetzt ist. Der Gasometer II ist mit einer Höhe von ca.50 Meter incl. Schwendlerkuppel und Laterne sowie einem Durchmesser von ca.57 m der größte und damit ein Stadtbild prägendes Bauwerk. Die Gasometer I (ohne Dach) und II bilden heute das sog. Panometer; eine Event-Location. Eingang: Richard-Lehmann-Str. 114. Die Gasometer III und IV (offene Konstruktion) sind abgerissen.

Quellen/Literatur/Links:
– Broschüre „150 Jahre Gasversorgung in Leipzig“, VEB Energiekombinat Leipzig, 1988
– Internet Dezember 2014: Wikipedia „Panometer Leipzig“
– Internet: Lichtkonzept „Plus-Minus“- Projektarbeit Beleuchtung der Gasometer der Stadtwerke Leipzig GmbH
– 24 Gasometertafeln 1000×2000/ www.swl.de

Autor: Peter Rosenbusch

Datum: 23.01.2015

Abbildungen:
Fotograf: Peter Rosenbusch


*Bild 1: Verwaltungsgebäude Gaswerk, DSCN 5189. JPG

*Bild 2 : Gasometer I (ohne Dach) und Gasometer II (jetzt Panometer), DSCN5192. JPG

*Bild 3: Betriebsgebäude Gaswerk (Rekonstruiert), DSCN5191.JPG

*Bild 4: Gasometer I, Detail Innenraum ohne Dach, dahinter Gasometer II, DSCN5186.JPG

*Bild 5 : Verwaltungsgebäude, Neubau 1999, DSCN5194.JPG




Heizkraftwerk Nord

Titel des Objektes: Gas – und Dampfturbinen Heizkraftwerk Leipzig-Nord

Adresse: Stadtwerke Leipzig GmbH, Eutritzscher Straße 14a, 04105 Leipzig

Stadtteil: Zentrum-Nord

Industriezweig/Branche/Kategorie: Energieversorgung/Kraftwerk

Kurzcharakteristik:
Das Gas-und Dampfturbinen Heizkraftwerk Leipzig –Nord (GuD-HKW) ist eine hochmoderne Anlage zur umweltschonenden Erzeugung von Strom und Fernwärme auf der Basis von Erdgas bzw. Heizöl (Zweistoffahrweise). Mit der Anlage können u.a. bis 172 MW elektrische Leistung bei einem Wirkungsgrad von 42% erzeugt werden.

Datierung: 1992 bis 1995

Objektgröße: ca. 5.000 m²

Ursprüngliche Nutzung:
Die gesamte GuD-HKW Anlage ist ein in sich geschlossener Neubau auf einem seit 1836 von der Energieversorgung Leipzig genutzten Betriebsgelände (Gaserzeugung/Strom/Fernwärme). Zur Errichtung der GuD-Anlage wurden ab 1992 u.a. große Teile des einstigen mit Rohbraunkohle betriebenen Heiz-Kraftwerkes abgerissen, darunter auch der mit 156 m höchste gemauerte Schornstein Europas (ca. 1 Million Klinkersteine).

Heutige Nutzung:
Das GuD –HKW bildet heute den Grundstock der modernen Strom- und Fernwärmeversorgung der Stadt Leipzig und trägt wesentlich zur Verbesserung der Strom- und Fernwärmeversorgung sowie der Umweltbedingungen bei (mehrfach zertifiziert) bei.

Bau- und Firmengeschichte:
Die Stadt Leipzig beschließt 1993 die Gründung eigener Stadtwerke. Im Ergebnis dessen wird u.a. die gesamte Energiepolitik der Stadt neu gestaltet. Davon betroffen sind alle Sparten der Energieversorgung für die Messestadt Leipzig. Ein wesentlicher Beschluß ist der Aufbau neuer Erzeugerkapazitäten auf dem Gebiet Strom- und Fernwärmeversorgung. Dazu zählte die Errichtung eines eigenen GuD-HKW. Bereits im September 1993 erfolgte die Grundsteinlegung. Der Bau der neuen Anlage wurde in Rekordzeit ausgeführt und sollte im Januar 1995 an das Netz gehen. Eine Havarie während des Probebetriebes im November 1994 verhinderte dieseTerminstellung. Die Anlage ging dann Ende 1995 in Betrieb.

Objektbeschreibung:
Die GuD-Anlage ist als kompaktes Gebäude konzipiert und auf einer Grundffläche von ca. 4600 m² angeordnet. Mit dem Abhitzekesselhaus erreicht das Gebäude eine Höhe von 52 m. Sowohl die Luftansaugfilter der Gasturbinen als als auch die Schornsteine sind im Gebäude integriert. Der Hauptkomplex der Anlage wurde in Stahlskelettbauweise errichtet, Die Gasturbinenhalle ist ein eingeschossiger, zweischiffiger Bau. Die Dampfturbinenhalle ist dreigeschossig ausgeführt.
Im Ergebnis eines Architektenwettbewerbes, bezogen auf die äußere Gestaltung der Anlage, wird der High-Tech-Charakter der Anlage, ohne Kraftwerksspezifische Besonderheiten in den Vordergrund zu stellen, hervorgehoben. Das Abhitzekesselhaus ist mit Spiegelglas versehen. Durch die Spiegelung des Himmels verliert der Baukörper optisch an Höhe und Masse und bewirkt eine vertikale Gliederung des Gesamtlomplexes.

Quellen/Literatur/Links:
– 100 Jahre Strom für Leipzig, Stadtwerke Leipzig GmbH, 1995
– Die GuD-Anlage, Stadtwerke Leipzig GmbH, 1.Auflage, 1998

Autor/in: Peter Rosenbusch

Datum: 31.08.2014

Fotos: Peter Rosenbusch

 

 




Panometer (Gasometer II)


Firmenbezeichnung:

Stadtwerke Leipzig GmbH (ehem. Gaswerk 2)

Adresse:
Richard-Lehmann-Straße 114, 04275 Leipzig

Stadtteil:
Connewitz

Industriezweig/Branche/Kategorie:
Energiewirtschaft / Gaswerke

Kurzcharakteristik:
PANOMETER – ein Kunstwort aus „Panorama“ und „Gasometer“ für ein kreisrundes Ausstellungsgebäude.

Datierung:
1909/1910 und 2002/2003

Objektgröße:
6.500 m² (geschätzt)

Ursprüngliche Nutzung:
Gasspeicher

Heutige Nutzung:
Ausstellungshalle, Event-Location

Bau- und Firmengeschichte:
In den Jahren 1882 bis1885 wurde im Auftrag der Stadt Leipzig und nach Plänen von Georg Wunder im Stadtteil Leipzig-Connewitz ein neues Gaswerk errichtet. Dieses ging am 18.08.1885 als „Gaswerk 2“ in Betrieb.
Es verkörperte den damaligen technischen Höchststand der Gaserzeugung mittels Steinkohle. Bedingt durch den schwankenden Gasbedarf von Industrie- und Haushaltskunden war es bis dato nicht möglich, eine zeitnahe und kontinuierliche Bereitstellung des erzeugten Gases zu ermöglichen. Die technische Lösung lag im Bau von Teleskop-Gasspeichern, sogenannten „Gasometern“, die große Mengen Gas mit einem gleichbleibenden Druck vorhalten konnten. Zeitweilig verfügte das Gaswerk 2 über bis zu vier dieser Gasometer. Davon waren drei mit einer gemauerten Hülle versehen. Das Gaswerk 2 wurde1929 zum Zentralgaswerk ausgebaut und damit ein großer Teil der Leipziger Vorort-Gaswerke stillgelegt.
Nach z. T. erheblichen Zerstörungen im 2. Weltkrieg begann man 1945 wieder schrittweise mit der Gasproduktion (am Anfang ca. 10% der Vorkriegsproduktion). Von 1952 bis 1977 wurde das Werk unter der Bezeichnung „Gaskokerei Max Reimann“ geführt. Im Jahr 1977 wurde das Zentral-Gaswerk nach 92jährigem Betrieb stillgelegt und abgerissen. Vom Abriss verschont blieben neben Werkstätten und Verwaltungsbauten auch die Gasometer I und II (heute Panometer).
In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Gelände des ehem. Zentral-Gaswerkes ein auf Braunkohlenbasis betriebenes Heizwerk errichtet, welches bereits ab 1996 aus Gründen der Effektivität und des Umweltschutzes wieder abgerissen wurde. Heute ist ein 160 m hoher Betonschornstein, auf dem noch eine Antennenanlage aufgesetzt ist, das letzte sichtbare Zeichen dieser Ära. Auf dem riesigen Areal sind heute u.a. Werkstätten, Fuhrpark, Lager und Verwaltung der Stadtwerke Leipzig (SWL) untergebracht.
In den Jahren 2002/2003 wurden von Seiten der Stadtwerke Leipzig zum Erhalt der historischen Gasometer umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Darin einbezogen war auch der Architekt und Künstler Yadegar Asisi, der die Idee verfolgte, auf den riesigen Mauerwerksflächen großformatige Panoramabilder zu geschichtlichen bzw. besonderen Ereignissen und Anlässen zu zeigen. Die seit der Eröffnung 2003 mehrfach wechselnden Panorama-Bilder (z. B. Mount Everest, Regenwald, Rom, Völkerschlacht 1813) werden seitdem von Interessenten aus ganz Deutschland und Europa besucht und bestaunt.

Objektbeschreibung:
Der Gasometer II wurde um 1910 in massiver Ziegelbauweise errichtet. Die Außenfassade besteht aus gelben Klinkersteinen. Erdgeschoss sowie Fenster und Gesimse sind farblich mit roten Klinkern abgesetzt.
Mit dieser Bauweise führte der damalige Leipziger Stadtbaudirektor Hugo Licht seinen Anspruch, technische Anlagen in Leipzig mit einem architektonisch und ästhetisch anspruchsvollen Bauwerk zu umkleiden, fort. Weitere Beispiele ähnlicher Bauweise sind u. a. die Kraftwerke Leipzig Nord und Süd und der Gasometer Roscherstraße.
Der Gasometer II ist mit einem Durchmesser von ca. 57 m und einer Höhe von ca.50 m (inkl. Schwendlerkuppel und Laterne) ein stadtbildprägendes Bauwerk im Leipziger Süden. Der Rauminhalt beträgt ca. 56.400 m³.
Damit der Gasometer, inzwischen Panometer, den Anforderungen an einen modernen Ausstellungsraum entsprach, waren vor Eröffnung umfangreiche Bauarbeiten erforderlich, z. B. für die Eingangsgestaltung, Toiletten, Garderoben, Parkplätze. Ebenfalls in die Gestaltungmaßnahmen einbezogen wurde der unmittelbar daneben liegende Gasometer I. Er wird, da ohne Dach und Fenster, für verschiedene Freiluftveranstaltungen genutzt.

Quellen/Literatur/Links:
– Broschüre „150 Jahre Gasversorgung in Leipzig“, VEB Energiekombinat , Leipzig, 1988
– Internet Februar 2014: Wikipedia „Panometer Leipzig“
– Internet Februar 2014: Lichtkonzept „Plus-Minus“, Projektarbeit Beleuchtung der Gasometer der Stadtwerke Leipzig

Autor/in:
Peter Rosenbusch

Datum:
März 2014

Abbildungen:
Peter Rosenbusch – Februar 2014
Michael Hartwich – März 2017




Verbundnetz Gas AG

Firmenbezeichnung:
Verbundnetz Gas AG

Adresse:
Braunstraße 7, 04347 Leipzig

Stadtteil:
Schönefeld

Industriezweig/Branche:
Energiewirtschaft/Gasversorgung

Kurzcharakteristik:
Preisgekröntes, modernes Verwaltungsgebäude

Datierung:
1992-97

Objektgröße:
ca. 41.750 m² BGF

Ursprüngliche Nutzung:
Büro- und Produktionsgebäude

Heutige Nutzung:
Bürogebäude, größtenteils aber leer stehend

Bau- und Firmengeschichte:
Die VNG – Verbundnetz Gas AG – wurde am 29.06.1990 gegründet. Sie ist das erste von der Treuhandanstalt erfolgreich privatisierte Großunternehmen Ostdeutschlands. Vorgänger war der VEB VerbundnetzGas. Sitz der Gesellschaft ist Leipzig. Die VNG-Gruppe beschäftigt heute 1.835 Mitarbeiter bei einem Umsatz von insgesamt 10,9 Mrd. Euro (Stand 31.12.2013).
Das Unternehmen beliefert in- und ausländische Kunden zuverlässig und flexibel mit Erdgas. Sie ist in der gesamten Wertschöpfungskette der deutschen und europäischen Gaswirtschaft aktiv und mit ihren Gesellschaften und Beteiligungen in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern international aufgestellt.
Anfang der Neunziger Jahre bestand für das Unternehmen die Notwendigkeit, ein modernes Verwaltungsgebäude inkl. Rechenzentrum zu errichten. Von diesem aus sollten und werden die technischen und organisatorischen Abläufe des Unternehmens für ganz Ostdeutschland gesteuert werden. Als Standort wurde ein Gewerbegebiet in Leipzig-Schönefeld ausgewählt. Gebaut wurde von 1992 bis 1997 nach Plänen des Projektteams BECKER GEWERS KÜHN & KÜHN Architekten, unter der Leitung von Eicke Becker. Die Gesamtbaukosten betrugen ca. 61,4 Mio. Euro.

Objektbeschreibung:
Das Verwaltungsgebäude, ein langgestreckter Stahlbetonbau, besteht aus vier Teilen, dem Westflügel  vier Etagen), dem Ostflügel (sechs Etagen), dem Atrium sowie dem Großrechenzentrum.
Der Eingangsbereich wird durch einen sich vorschiebenden Glasturm, ein flaches Wasserbecken und ein mit Aluminium verkleidetes Treppenhaus deutlich markiert.
Der Bau zeichnet sich durch eine moderne, zeitgenössische Gliederung und in der Fassade durch eine spezielle High-Tech- Architektur mit „gläserner Außenhaut“ aus.
In den Innenräumen, die für ca. 500 Beschäftigte ausgelegt sind, wurde das Konzept eines modernen Verwaltungsgebäudes realisiert. Dazu zählen u.a. eine beispielhafte integrative Energieversorgung sowie natürliche Belüftungs- und Beleuchtungssysteme.
Eine besondere Form der Kunst am Bau wurde mit der Installation von Neonröhren in die Außenkanten der Geschossdecken realisiert. Diese können ihre Lichtfarbe allmählich verändern und so das Gebäude in den Abend- und Nachtstunden eine differente Atmosphäre tauchen.
Das Gebäude wurde 1999 für seine herausragende Gestaltung mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig  ausgezeichnet.

Quellen/Literatur/Links:
www.vng.de
www.eikebecker.architekten.com/projekte
Geschäftsbericht 2013 VNG – Gruppe

Autor/in:
Peter Rosenbusch

Datum:
04.03.2014

Abbildungen:
Peter Rosenbusch – Februar 2014